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Weihnachten... Fest der Verwandtenbesuche. Und da die Verwandten bei uns alle ein wenig weiter weg liegen, auch
Fest des Autofahrens. Nachdem kurz vorher die neueste Version der Haicom HI303MMF (mit verbesserter Firmware) und
als nächste "Ergänzung" der der Bluetooth-Slipper, eingetroffen war, und parallel dazu einige
der jüngeren Verwandten Interesse an einem Navigationssystem, angemeldet hatten, gleichzeitig auch der optimale
Testfall.
Die Ausrüstung: Neben dem iPAQ 2210 und dem T-Mobile MDA2 die
neue Haicom HI303MMF, das Anschlusskabel für den MDA2/iPAQ und die HI401, der Bluetooth-Slipper
für die HI303.

Auch wenn ein CF-GPS durchaus dazu geeignet ist, während der Fahrt im PDA die Position zu bestimmen, so
ziehe ich es doch vor, entweder ein gut verstautes Bluetooth-GPS oder aber eine ebenso gut verlegte GPS-Maus zu
verwenden. Erstes Anwendungs-Szenario also:
Destinator 3.0, iPAQ2210 und HI303 als GPS-Maus. Der unschätzbare Vorteil dieser
Lösung: Der Empfänger ist durch das lange Kabel prima genau dorthin positionierbar, wo er optimalen Empfang
hat und gleichzeitig nicht stört. Das kann im Normalfall irgendwo auf der Armatur an der Frontscheibe sein,
wer ein Ablagefach dort in der Nähe hat, der wird die Maus dort positionieren. Auf Grund der hervorragenden
Empfangseigenschaften machte es nichts, wenn über der Antenne noch Plastik ist, der Empfang ist nicht spürbar
beeinträchtigt.

Man kann sich nun über das Navigationssystem mit der besten Darstellung trefflich streiten, wer die klassische
2D-Darstellung (also die Draufsicht auf die Karte) bevorzugt, der wird den Destinator 3.0
lieben. Die Route der knapp 85 Kilometer von Krefeld nach Recklinghausen werden ziemlich exakt so berechnet, wie
wir sowieso gefahren wären. Einzig der Schlenker auf die A3 wäre zu Stoßzeiten in der Woche zwar
kürzer, ob der Staugefahr potentiell aber auch zeitlich ungünstiger. Während der Feiertage allerdings
spart er ca. 5 Minuten.

In Recklinghausen angekommen dann der Fußweg zum Restaurant (diesmal ein anderes als sonst, und damit
leichte Verunsicherung über den Weg). Dazu dann einfach die HI303MMF vom Kabel abgenommen und als CF-Karte
in den iPAQ eingelegt (was natürlich nur dann geht, wenn man das Kartenmaterial auf einer SD-Karte hat), auf
den Fußgängermodus umgeschaltet und in den Points of Interest das Restaurant gesucht. Im Gegensatz zur
normalen Autonavigation wird in diesem Modus der optimale Fußweg berechnet, damit werden Fußgängerzonen
einbezogen und Landstrassen/Autobahnen ausgeschlossen... was besser für die Gesundheit ist... ;-))
Auch hier wurde der aus Ortskenntnis empfundene optimale Weg gewählt. Die Kommentare eines Passanten zum Thema
"Gold suchen" (wegen des iPAQ mit abgeknickter HI303MMF im Slot lasse ich jetzt mal gnädig aus...).

Auf dem Weg zum Kaffeetrinken einmal quer durch die Stadt führte der Wunsch, eben mal Mails abzufragen,
zum Wechsel auf den T-Mobile MDA2. Und da dieser nicht mit einem CF-slot ausgestattet ist, wurde er zur Navigation
zuerst ebenfalls mit der zur GPS-Maus umgewandelten HI303MMF betrieben, auch das problemlos. Im SD-Slot des MDA2:
Die Deutschlandkarte des TomTom Navigator 2, der dann in der Konsequenz natürlich auch zur Navigation verwendet
wurde. Einziges Manko dabei: Die Hausnummerngenauigkeit ist durch das TeleAtlas-Kartenmaterial ein Stück geringer,
was bei langen Straßen zu Unsicherheiten führen kann. Dafür für mich unerreicht: die 3D-Ansicht.
Auch wenn Destinator durch die Vogelperspektive und deren 3D-Ansicht versuchen, dies ebenfalls zu bieten, in keiner
anderen Software sieht sie so gut und intuitiv aus wie beim TomTom Navigator 2.
Übrigens: Telefonieren während der Navigation ist vollkommen problemlos (selbstredend unter Berücksichtigung
gängiger Sicherheitsrichtlinien). Das Annehmen und Beenden des Rufes und die Rückkehr ins Navigationssystem
funktionieren (im Gegensatz zum MDA1) blitzschnell.

Schliesslich die Vorführung vor den an einem Navigationssystem interessierten. Nichts einfacher, als den
Unterschied zwischen einem CF-GPS, einer GPS-Maus und einem Bluetooth-GPS zu demonstrieren als mit der Kombination
HI303MMF, PDA-Kabel und HI401 Bluetooth Slipper... Sobald die Karte eingelegt ist, wird der Bluetooth-Sender aktiviert
und ist von entsprechenden PDAs/Endgeräten erkennbar. Ist die Kopplung über den Bluetooth-Manager des
Endgeräts erfolgt (PIN ist wie fast immer 0000), kann die HI401 als normales Bluetooth-GPS verwendet werden.
Um Strom zu sparen, beginnt die eingelegte CF-GPS-Karte erst dann mit der Positionsbestimmung, wenn tatsächlich
ein Programm Daten anfordert (beispielsweise also der TomTom Navigator 2 gestartet ist und beginnt, das GPS auszulesen).
Beim MDA2 im Ursprungs-ROM nach Installation der Bluetooth-Tools bzw. nach dem ersten ROM-Update, beim iPAQ 2210
im Standard wird das serielle Profil der HI401 direkt erkannt und kann als entsprechender COM-Port genutzt werden.

Die Lösung bietet sich auch für Wanderer/Fußgänger an, durch die starke Empfangsleistung
der 303 (die sich subjektiv mit der neuen Firmware noch ein wenig verbessert hat) kann sie auch in der Jackentasche,
einem Rucksack oder in der Kartentasche eines Motorrads transportiert werden und hat trotzdem noch guten Empfang.
Will man sie im Auto unterbringen, dann kann dies unter einer Abdeckung, ggf. im Handschuhfach passieren, alternativ
nutzt man einfach den beiliegenden Schwanenhals mit Saugnapf und Magnetplatte, der sicher an der Scheibe angebracht
werden kann und auf den die HI303/401 einfach aufgelegt wird.
Bei der Fahrt durch die Stadt wurde neben dem Destinator 3.0 und dem TomTom
Navigator 2 auch der Mobile Navigator European Edition verwendet, um einen Überblick
über die gängigen Systeme zu bieten. Interessant: von drei Zuschauern entschied sich je einer für
eines der Systeme (wobei bei dem MNEE die länderübergreifende Navigation und nicht das Aussehen den Ausschlag
gab). Ganz offensichtlich sind die drei vom visuellen Einruck her wirklich geschmacksabhängig...

Nach strafenden Blicken wegen der längeren Abwesenheit (wobei alle Beteiligten einig waren, daß es
das wert war) und dem Abendessen dann der letzte Teil des Tests mit dem MDA2, der zur Bluetooth-Maus mutierten
HI303MMF/HI401 und dem Business Mobile Navigator EE. Dieser läuft (so man in den
GPS-Einstellungen eingestellt hat, daß kein TMC-Empfänger angeschlossen ist) ebenso klaglos mit der
Hardware-Lösung wie alle anderen Programme im Test. Nachdem der Tank durch die zurückgelegten Kilometer
schon ein wenig leerer war, bot sich die Umkreissuche an, mittels derer die nächste Tankstelle zur Position
herausgesucht wurde. Und da wir uns in dem Bereich der Stadt nicht wirklich auskannten, war das durchaus eine hilfreiche
Funktion, zumal die Tankstelle zwar nur 800 Meter entfernt, aber so versteckt war, dass man sie ohne Ortskenntnis
nicht gefunden hätte.
Auf der Rückfahrt war die geplante Route mit dem BMNEE trotz anderem Navigationssystem (aber nahezu identischem
Kartenmaterial) identisch zur Hinfahrt, auch das ein Zeichen dafür, daß die Algorithmen der einzelnen
Navigationssysteme ausgefeilt sind.
Fasst man diesen Tag zusammen, dann hat sich eines bestätigt: Die Haicom HI303MMF ist die flexibelste auf
dem Markt erhältliche Lösung zur Navigation, die durch ihre schnelle Umwandlung von der CF-Karte zur
Maus zum Bluetooth-Gerät allen Ansprüchen genügt. Ob man zu Fuß, mit dem Auto oder dem Fahrrad
unterwegs ist, welches Navigationssystem man auch bevorzugt, die HI303MMF (ob nun mit oder ohne Kombination mit
dem Bluetooth-Slipper) ist ergänzt dies hervorragend.
PDA-spezifische Strom/Datenkabel angeschlossen werden kann.
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