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Eigentlich sollte er am 07. Januar 2003 bereits auf den Markt kommen, aber die Behörden haben es ein wenig
verzögert. Zuerst habe ich bei HP mit einem US-Gerät die ersten Eindrücke sammeln können, endlich
ist das Gerät auch aus deutscher Serienfertigung verfügbar.

Allgemeines
Im Lieferumfang: Der 5450, ein Ersatzstift, das Netzteil, das Adapter vom Netzteil auf den Anschluss am 5450,
eine (im Gegensatz zum 38xx und 39xx leicht modifizierte Dockingstation), der Akku, Handbücher und die CD
mit ActiveSync 3.5 (ein Download der aktuellen Version macht mehr Sinn). Auf letzterer finden sich Links zu Versionen
verschiedener IP-Telefonie-Lösungen, WordLogic (Softtastatur), Quick View (Dokumenten-Viewer für über
70 Formate), Presenter to Go, Bust´em und PocketTT als Spiele, der Macromedia Flash-Player, der RealOne Player,
Jeode Rumntime (JAVA), die Microsoft Reader, Transcriber, Media Player und noch einiges mehr. Kurz: Unschlagbar
im Vergleich zur Konkurrenz!
 
Kommunikation
Der iPAQ 5450 hat integriert sowohl Bluetooth als auch Wireless LAN, unter anderem kenntlich an der Stummelantenne.
Statt der gewohnten einen langen Bluetooth-LED finden sich nun untereinander eine für das WLAN und eine für
Bluetooth, des Platzes wegen jetzt klein und rund. Die WLAN-Funktionalität umfasst die Standard-Funktionen
mit Verschlüsselung, Infrastruktur- und AdHoc-Modus, etc.
Im startmenü befindet sich jetzt direkt ein Ordner, in dem alle Wireless-Funktionen zusammengefasst sind.
Dort kann man unter anderem auch separat wählen, welche der Funktionen aktiv oder passic sein sollen. Dies
macht Sinn, denn gerade das WLAN benötigt massiv Akkukapazität, und z.B. in einem Flugzeug darf kein
Funksender betrieben werden. So würde man sowohl bei Nichtnutzung als auch bei Verbot einer Nutzung mit einem
Klick alle Sender abschalten.

Der Bluetooth-Manager ist deutlich überarbeitet worden, so kann man sich jetzt Verknüpfungen zu ausgewählten
Diensten ausgewählter Geräte direkt auf die erste Seite legen, alles ist übersichtlicher und intuitiver
aufgebaut. SChnell sind alle Geräte, die man ansprechen will, eingerichtet und gekoppelt, und schon kann es
losgehen.
 
 
Wie man dem beiliegenden Handzettel entnehmen kann, ist das Bluetooth-Headset-Profil noch
nicht implementiert, man möge auf ein Update warten. Muss man nicht... ;-))) Ändert man mit einem Registry
Editor den Eintrag
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Widcomm\BtConfig\Services\0005\Enabled
von 0 auf 1, dann leitet der iPAQ das Signal des Lautsprechers auf ein gekoppeltes Bluetooth-Headset um, wenn
man die Sprachwahl einleitet! Die Qualität ist wie bei den Headsets nicht supergut, aber ausreichend, um z.B.
Radio zu hören. Und die ersten Stereo-Bluetooth-Headsets sind ja auch schon angekündigt!

Im WLAN-Betrieb wird ein erreichbarer Accesspoint sofort erkannt, sobald man die Verschlüsselung und die
anderen relevanten Parameter eingestellt hat, ist der Zugang zum PC, ActiveSync über das Netzwerk, Internet-
und Email-Zugriff sind damit im Abdeckungsbereich des Wireless LAN ohne großen Aufwand einzurichten. Wer
übrigens eine Authentifizierung über die MAC-Adresse implementieren möchte, der sollte nicht lange
auf der Verpackung danach suchen... dort steht sie nämlich nicht. Erst der Bestandsmanager (in der Systemsteuerung)
fördert sie zu Tage.

Im Vergleich zu einer Compaq WL110 WLAN-Karte ist die Empfangsqualität der Stummelantenne ordentlich, auf
jeden Fall besser als die einer integrierten Antenne wie der des HP TC1000 Tablet PCs.

Zubehör, Lautsprecher und Display
Netterweise hat man im Gegensatz zum Wechsel vom 36xx auf den 38xx darauf verzichtet, Änderungen an
den Anschlüssen vorzunehmen, somit sind sowohl Stecker als auch der Anschluß für die Jackets unverändert,
vorhandenes Zubehör also einsetzbar. Wie seine Vorgänger hat der iPAQ 5450 einen SD-Slot oben, CF muß
per Jacket erweitert werden.

Wer anhand des Fotos oben die Hoffnung hegt, daß man das Netzteil wieder ohne Adapter anschliessen kann,
der hat sich getäuscht... Unten links befindet sich nun der Kopfhöreranschluss. Und die Aufteilung des
Mikrofons in zwei Abnehmer ist sicherlich darauf zurückzuführen, dass man von einer Erweiterung des 5450
auf die 5650-Serie (GSM/GPRS) ausgegangen ist, eine Entwicklung, die mittlerweile überholt ist.
Die Dockingstation, die jetzt natürlich auf HP gelabelt ist, ist wie bei den Vorgängerserien sowohl für
den Anschluss an die serielle Schnittstelle als auch an USB vorgesehen. Neu dabei: Ein Aufladen ohne Netzteil mit
dem Strom der USB-Schnittstelle kann separat aktiviert werden. Dies ist in sofern bequem, da man sich das Netzteil
damit für Büro oder Reise lassen kann und es nicht angeschlossen haben muss.

Der iPAQ 5450 ist zum Zubehör seiner 38xx- und 39xx-Vorgänger kompatibel. Dies trifft sowohl die Jackets,
die auf Grund der gleichen Gehäuseform passen, als auch die Geräte, die unten angeschlossen werden. Taschen
jedoch kann man in den meisten Fällen (da, wo sie iPAQ-spezifisch sind) aus zweierlei Gründen nicht verwenden:
Zum einen ist meist die Aussparung, die damals für den Kopfhörerstecker vorgesehen war, nicht groß
genug, damit die Antenne durchpasst, zum anderen haben die Taschen meist einen Verbindungssteg dort, wo der Finger
für den Fingerabdruckscanner hinübergezogen werden muss.
Katastrophal ist allerdings die Lautstärke des internen Lautsprechers. War bei den alten iPAQs eines der
hervorstechenden Merkmale, dass er fast schon zu laut war, so ist es beim 5450 scheinbar jemandem eingefallen,
dies endlich zu beheben. Das Ergebnis: auf bei höchster Stufe ist der iPAQ z.B. im Auto nicht zu verstehen,
damit für Navigationssysteme zwar geeignet, für deren Sprachanweisungen nur bedingt. Hoffentlich wird
dies bald durch ein Patch behoben!
Übrigens besitzt der iPAQ 5450 sowohl eine externe Lautstärkeregelung (der Recorder-Button ist
durch einen Wipp-Button ersetzt worden, der die Lautstärke angebt bzw. senkt. Witzigerweise sieht man dies
bei offener Lautstärkesteuerung nicht, erst, wenn man diese schliesst und direkt wieder öffnet...

Das Display wiederum ist immer noch das schärfste, kontrastreichste und am besten lesbare von allen bisher
getesteten Geräten. Wer es noch nicht gesehen hat, kann es auf den ersten Blick nicht glauben....
Biometrie
Eine der Neuigkeiten, die bei der Vorstellung für Überraschung sorgten, ist der Fingerabdruckscanner.
Biometrischer Zugangsschutz ist in den vergangenen Monaten immer wieder diskutiert worden, und ob nun ein solches
System absolut sicher ist, sei dahin gestellt. Nichts desto Trotz ist es etwas anderes, ein Passwort eingeben zu
müssen, wenn man den PDA einschaltet (war man auf Grund der Bequemlichkeit meist ausschaltet) oder einfach
nur den Finger drüberzuziehen und den Zugang mit dem Fingerabdruck zu erhalten.
Der iPAQ 5450 enthält einen Fingerabdruckscanner, der den Zugriff auf den PDA regeln kann (so man dies eingeschaltet
hat). Initial wird der Fingerabdruck mehrfach trainiert, bis das System zur Überzeugung gelangt ist, dieser
sei nun sicher erkennbar. Dazu wird der Finger über den Scanner (im Bild die kleine Leiste unter dem Cursor-Kreuz)
abgerollt, also so darüberbewegt, daß auch die Fingerspitzen abgetastet werden. Der bzw. die Finger,
die verwendet werden sollen, können frei ausgewählt werden. Standard sind die Zeigefinger beider Hände,
beliebige andere Finger kann man noch zusätzlich trainieren.
 
Einmal trainiert kann man den Fingerabdruck alleine oder in Verbindung mit einem zusätzlichen Passwort
als Hürde für die Verwendung des PDAs einsetzen. Wer nicht den richtigen Finger über den Scanner
bewegt, der kommt am Anfangsbild nicht vorbei und erhält so keinen Zugriff auf die Daten, die im PDA gespeichert
sind. Die Erkennung funktionierte im Test tadellos und fehlerfrei, wobei eben auch kein Versuch gemacht wurde,
den Scanner mit Folien, Gummifingern mit aufgetragenem Abdruck, etc. zu überlisten.
Stromversorgung

Ebenfalls eine Premiere für einen iPAQ: Der Wechselakku. Damit wird zum einen konsequent ein Merkmal der
HP Jornadas fortgeführt (der Akku erinnert auch ein wenig daran), zum anderen das Prinzip der verschieden
starken Wechselakkus, das ja schon mit den Expansion Packs plus eingeführt wurde, konsequent fortgesetzt.
Einen über 2000 mAh starken Akku hat man bereits angekündigt, auch wenn dieser dann natürlich dicker
ist und den Formfaktor beeinflusst. Dem, der Power braucht, wird das herzlich egal sein....
Wer in einem Wireless LAN unterwegs ist und dies auch verwendet, der kann sich auf magere anderthalb Stunden Laufzeit
einrichten, ein Wert, der nicht wirklich zufrieden stellen kann. Aber auch bei komplett abgeschalteter Wireless-Funktionalität
liegt die Laufzeit im Durchschnitt unter der des iPAQ 39xx, ist aber noch akzeptabel. Mein Tipp: Über den
Wireless Manager alle Wireless-Funktionalität ausschalten, wenn man sie nicht braucht.
Benchmark-Test im Vergleich zu den anderen
Geräten

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Vaja i-Volution IV für HP 5450
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